EDUN

Das sozial orientierte Modelabel EDUN wurde im Frühjahr 2005 von Ali Hewson und ihrem Mann, dem U2-Sänger Bono, auf den Markt gebracht. Erklärtes Ziel der beiden Firmengründer ist es, anziehende Kleidungsstücke unter ethischen Bedingungen in Entwicklungsländern herstellen zu lassen, wobei der Schwerpunkt der Produktion in Afrika liegt.

EDUN ist ein Unternehmen, das seinen Beitrag zur Förderung einer nachhaltigen Gesellschaft nicht über finanzielle Hilfe leistet, sondern indem es das Potenzial der Gesellschaft stärkt. Das Label unterstützt deshalb ganz gezielt den Aufbau und Betrieb von Fabriken, in denen seine Markenprodukte hergestellt werden. mehr ...

EDUN produziert derzeit in Indien, Peru, Tunesien, Kenia, Uganda, Lesotho, Mauritius und Madagaskar. Darüber hinaus ruft EDUN die Modebranche dazu auf, in Afrika zu investieren, um den Kontinent endlich aus der bedrückenden Armut herauszuführen. 1980 betrug der afrikanische Anteil am Welthandel 6 %, 2002 war dieser Anteil auf nur 2 % geschrumpft, und das obwohl die Afrikaner 12 % der Weltbevölkerung ausmachen. Gelänge es dem schwarzen Kontinent, nur einen einzigen Prozentpunkt des Anteils am Welthandel wiederzuerlangen, bedeutete dies einen Exportzuwachs von 70 Milliarden Dollar jährlich und wäre ein Vielfaches von dem, was derzeit an internationaler Entwicklungshilfe nach Afrika fließt.

Obwohl sich EDUN hauptsächlich auf die nachhaltige Förderung von Wirtschaft und Handel konzentriert, bemühen sie sich gleichzeitig, in den Kollektionen zunehmend organische Materialien zu verwenden. Die Verarbeitung organischer Baumwolle stellt nicht nur aus Umweltschutzgründen eine verantwortungsvolle Lösung dar, sie sorgt auch für gesündere Bedingungen am Arbeitsplatz und bietet vor allem afrikanischen Farmern eine wichtige Einnahmequelle. Bereits jetzt werden EDUN T-Shirts zu 100 % aus Öko-Baumwolle hergestellt.

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